Die Trittbrettfahrerei im Edelmetallsektor treibt immer wieder skurrile Blüten.

Unter dem Deckmantel von “Verantwortungsgefühl gegnüber den Menschen” hat ein findiger Vermarkter ein System installiert, das nach den Prinzipien des Strukturvertriebes kleine und kleinste Goldbarren von 1 Gramm, 0,5 Gramm und sogar 0,1 Gramm in großem Stil unter die Menschen bringen will.

Die Verkaufs-Argumentation macht sich die Thesen der Crash-Gurus zu eigen, wonach wir im Fall des Totalzusammenbruchs nur noch mit den Mini-Goldbarren bezahlen können. Außerdem würde damit Kleinsparern geholfen, ihr Geld krisenfest anzulegen, wenn sie monatlich für 20 oder 30 Euro Goldplättchen kaufen können.

Ein zusätzliches Versprechen, nämlich dass schon jetzt im Bundesgebiet über 3.000 Geschäfte das Minigold als Bezahlmittel akzeptieren, ist schwer nachzuprüfen. Es hilft aber den angeblich bereits über 1.500 Partnern des Geschäftsmodells enorm bei der Vermarktung.

Dass gerade damit den Kleinsparern das Geld aus der Tasche gezogen wird, bleibt für die meisten “Betroffenen” ein Geheimnis, da sich die Kleinsparer i.d.R. nicht profund über Geldanlagen im allgemeinen und Edelmetalle im besonderen informieren.

Wenn sie wüssten, dass sie bei 0,5- Gramm-Goldbarren einen Aufpreis von teilweise über 50% auf einen 1-Unzen Goldbarren bezahlen – bei 0,1-Gramm Goldbarren dürfte der Aufpreis bei ca. 80% liegen – würden sie höchstwahrscheinlich die Finger davon lassen.

Kommentieren

Empfehlen Sie uns weiter!
Folgen Sie uns:
Gold-Chart
Silber-Chart
GSI-Tweets
Anzeige