Nach der Gold- und Siberkaufpanik vom April und Mai – angeheizt duch verschiedene Internetseiten, die das schnelle Ende des Euro und eine unmittelbar bevorstehende Währungsreform zu Pfingsten propagiert hatten, haben sich die Gemüter wieder beruhigt.
Die Gold- und Silberpreise sind auf günstige Kaufkurse zurückgekommen, aber momentan nutzen relativ wenige Anleger die Gunst der Stunde. Einerseits, weil sie in Urlaub sind; andererseits , weil die Markt-Stimmung auf Euphorie für die Wirtschft und Aktien gedreht hat und das Sentiment für Edelmetalle stark nach unten ging.
Die Fundamentaldaten für Gold und Silber sind bullisch wie eh und je, doch die Öffentlichkeit wird wieder intensiv mit Anti-Gold-Informationen beschallt und bestrahlt: Gold ist angeblich in der “Bubble-Phase”.
Und das , obwohl nicht mal 2 Prozent aller Investoren weltweit in Gold investiert sind. Im Vergleich dazu: in den 80-er Jahren waren rund 25% der Vermögen in Gold angelegt.
Doch die “Blasen-Theorie” kommt gut an. Scheinbar bestätigt wird sie durch die Kursrückgänge der letzten Wochen. Dass diese allerdings auf ganz banale Manipulationsmechanismen mit Papier-Gold zurück zu führen sind, interessiert im Augenblick auch niemand. Jeder sieht, was er sehen will.
Im September sieht die Welt dann wieder ganz anders aus. Urlaub vorbei, Krise zurück, Gold und Silber gefragt wie im April/Mai. Freuen Sie sich drauf
Allmählich erschöpfen sich die Wirkungen des chinesischen Konjunkturprogramms, was zwei grundlegende Probleme mit sich bringt : Erstens wächst die chinesische Wirtschaft nicht mehr, weil das Wachstum der vergangenen Monate durch den massiven Geldzufluss künstlich erzeugt war und zweitens zieht die Inflation scharf an.
Inzwischen bleiben auch Forderungen nach Lohnerhöhungen nicht aus. Die Lohnerhöhungen als Folge der Streikbewegungen in den Honda-Werken und der Selbstmordwellen bei Foxconn zeigen, dass die chinesische Regierung die sozialen Forderungen sehr ernst nimmt und auch für legitim hält.
Natürlich ist diese Entwicklung auf lange Sicht positiv, weil sich die Lebensbedingungen der chinesischen Arbeiter verbessern und die überwiegende Exportorientierung der chinesischen Wirtschaft durch eine dringend notwendige Stärkung der Binnennachfrage ergänzt wird.
Auf kurze Sicht werden sich die wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten Chinas dadurch jedoch verschärfen und China eine neue Rolle in der Weltwirtschaft einnehmen.
Zwei Jahrzehnte lang hat China weltweit die Preise gedrückt, weil es seine Waren billiger als seine Wettbewerber anbieten konnte. Lohnsteigerungen von teilweise über 60 Prozent, wie gerade durchgesetzt, werden notwendigerweise auf die Preise durchschlagen. Und solche Lohnsprünge werden in China zum Maßstab der nächsten Monate werden.
Denn die chinesische Regierung kann nicht soziale Unruhen zu einem Zeitpunkt riskieren, an dem die Wirtschaft sich abschwächt, bzw. in die Rezession abzugleiten droht.
Chinesische Produkte werden also teurer und die chinesischen Exporte werden die Warenpreise weltweit ansteigen lassen. China wandelt sich von einem global deflationär wirkenden Faktor zu einem inflationären.
Aber Chinas Inflationsprobleme sind auch eine sehr schlechte Nachricht für die USA, deren Unter- und Mittelschicht überwiegend aus China importierte Verbrauchsgüter billig einkauft; Wal Mart baut sein gesamtes Geschäftsmodell darauf auf.
Inzwischen fehlt den USA auch die heimische Industrie, die den amerikanischen Markt mit den Waren versorgen könnte, die die Amerikaner nicht mehr aus China beziehen wollten oder könnten.
Diese Situation ist der Hintergrund für die sich verschärfenden Spannungen zwischen Peking und Washington über einen angemessenen Wechselkurs zwischen Dollar und Yuan.
Peking möchte um jeden Preis eine Aufwertung vermeiden, da es wegen der höheren Arbeitskosten bereits einen Teil seiner Wettbewerbsvorteile eingebüßt hat und bei weiterem Rückgang seiner Exporte soziale Spannungen unter der Arbeiterschaft befürchtet.
Washington hingegen leidet unter der Kurssteigerungen des Dollars während der letzten Monaten, die den USA ihre letzten Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung dank steigender Exporte nehmen.
China in seiner neuen Rolle als internationaler Preistreiber wird der Globalisierung der letzten beiden Jahrzehnte eine seiner wichtigsten Grundvoraussetzungen rauben und ist damit ein weiterer Knackpunkt und Inflationstreiber im aktuellen internationalen System.
Nicht umsonst empfahl die chinesische Regierung schon vor über einem Jahr ihren Bürgern, Silber und Gold zu kaufen.
Goldpreisprognosen haben zur Zeit wieder Hochkonjunktur. Dabei gewinnt oft Wunschdenken die Oberhand über die Realität.
Allerdings muss man sagen, dass die Realität meist von den sogenannten Mainstream-Ökonomen falsch eingeschätzt wir. Kaum einer von diesen konnte sich noch bis vor kurzem vorstellen, dass Gold in Dollar und in Euro über die 1000-er Marke kommt.
Ganz gleich ob als mittelfristige Perspektive von Gold 5.000 oder 10.000 Dollar genannt werden, die Mainstreamer können und wollen das nicht wahrhaben. Dabei ist der Weg dorthin vorgezeichnet.
Die Tatsache, dass es nur begrenzte Vorkommen von Edelmetallen gibt, passt schon einmal grundlegend nicht in das Weltbild der Geld-Manager, denn Aktien, Bonds oder Versicherungspolicen lassen sich in unbegrenzten Mengen herstellen.
Je mehr diese Tatsache der breiten Öffentlichkeit bewusst wird, um so stärker wird das Vertrauen in Währungen und Papier-Werte (auch Aktien sind nur Papierwerte!) sinken und die Investment-Nachfrage nach Gold und Silber steigen. Diese Entwicklungen werden sich spätestens ab Mitte 2011 deutlich verstärken und ab 2012 bis 2015 massiv an Dynamik gewinnen.
In Anbetracht der bei immer mehr Menschen wachsenden Erkenntnis, dass die Zentralbanken aufgrund der immensen Schuldenberge ein zwanghaftes Interesse an der Abwertung ihrer Währungen haben müsssen, sind Gold-Kurse von 10.000 Dollar innerhalb der nächsten 5 Jahre nicht unvorstellbar.
Auch wenn die US-Mainstream-Medien und deren europäische Verbündete den Pseudo-Aufschwung in den USA verkündeten, so ändert das nichts an der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten kurz vor einem großen Absturz stehen.
Zu den wichtigsten Indizien hierfür kann man in unseren Zeitungen nichts lesen und im Fernsehen nichts sehen. Zum Beispiel, dass rund 40 Millionen Amerikaner (mehr als 15 % der Bevölkerung) auf Lebensmittelgutscheine angewiesen sind.
Die Immobilienzwangsvollstreckungen liegen weiterhin auf sehr hohem Niveau und die Tatsache, dass sie nicht noch höher liegen, wird gerne als Beweis genommen für eine Stabilisierung des Immobilienmarktes. Dabei wird verschwiegen, dass der Grund für das nicht weitere Ansteigen in einer Überlastung der Gerichte liegt, die die Vollstreckungen nicht bearbeiten können.
Die US-Bundesstaaten, Kreise und Kommunen bauen immer mehr Personal ab. Die Stadt New York will bis zum kommenden Sommer 14.000 Lehrern kündigen. Kalifornien kündigt 23.000 Lehrern. Sozialprogramme werden gestrichen, Gefängnisse, Polizeistationen und Feuerwehrwachen im ganzen Land werden geschlossen.
Einige Staaten versuchen, Spielcasinos wie in Las Vegas zu gründen, um durch Glücksspiel und den Verkauf von Alkohol neue Steuerquellen zu erschließen. Im Schwarzenegger-Land Kalifornien liegt die Rate von nicht- oder unterbeschäftigten Personen inzwischen deutlich über 20 Prozent.
Die Bauindustrie bricht weiter ein und selbst die Fed gibt zu, dass der Privatkonsum, der auf Kredit angewiesen ist, nicht wieder Fahrt aufnimmt.
Diejenigen, die öffentlich und lauthals darüber jammern, dass der Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,23 schlecht für die Eurozone wäre, sollten sich einmal klar machen, dass damit alle Aussichten für eine Exportsteigerung der USA und eine Reduzierung der Defizite zunichte gemacht werden.
Durch das neue Gesundheitsgesetz werden die Gesundheitsausgaben noch weiter steigen, ohne dass irgend jemand konkret wüsste, wie das alles finanziert werden soll.
Und – last but not least – der Stolz der USA, das Miltär, wird künftig auf viele seiner teuren Waffensysteme verzichten müssen, weil das Geld für neue Flugzeugträger und Atom-U-Boote nicht mehr aufgebracht werden kann – Gott sei Dank.
All diese Themen werden kurzzeitig mit der willkommenen Euro-Krise überdeckt, doch diese Krise ist nicht das Ende Europas und schon gar nicht die Rettung Amerikas. Die Konsequenz werden weiterhin steigende Edelmetallkurse sein – sowohl in Euro als auch in Dollar.
© Hubert Roos
Viel geredet und nichts gelernt. Oder, besser gesagt: weiter wie bisher. Die Finanzkrise fördert die Geschäftsmodelle, die in die Krise geführt haben. Das Griechenland-Beispiel zeigt, wie man als Großbank in der Krise prächtig verdienen und neue Rekordgewinne präsentieren kann.
Eine Branche (Banken) , die noch vor einem Jahr am Rande des Abgrundes stand, verdient fürstlich mit dem Elend anderer Nationen und der “Hilfsbereitschaft” unserer Politiker: Futter für die Haie. Das Geschäft ist wieder einmal einfach gestrickt und staatlich abgesichert. Deutsche Banken kaufen Griechenland-Anleihen mit geliehenem Geld.
Sie leihen sich das Geld günstig für ein Prozent Zins bei der EZB und kaufen dafür Anleihen mit sechs, sieben Prozent. Das sind nach Abzug von Spesen 400 bis 500 Prozent Gewinn. So macht man Renditen und Milliarden. Risiko so gut wie Null, da ja hilfsbereite Staaten wie Deutschland (und deren Steuerzahler) in der Not einspringen.
Die deutschen Bürger sehen diesem Treiben zu und schütteln staunend die Köpfe – aber nur wenige tun etwas. Viele haben nicht einmal den Hauch einer Ahnung, was sie tun können.
Dabei gibt es ein einfaches und wirkungsvolles Mittel gegen diesen fiskalischen und wirtschaftlichen Unsinn: Move your Money!
Ziehen Sie Ihr Geld von den Banken ab. Bringen Sie Ihre Ersparnisse und die Früchte Ihrer Arbeit in Sicherheit. Kaufen Sie physisches Gold und Silber. Jetzt.



